Erster Weltkrieg im Soča Tal

Während des ersten Weltkrieges war das Soča-Tal der Schauplatz der größten Gefechte auf slowenischem Boden, die auch der amerikanische Schriftsteller Hemingway in seinem Roman „In einem andern Land“ beschrieben hat.

Die berühmte Isonzofront (1915-1917), das Schlachtfeld zwischen der italienischen und der österreichisch-ungarischen Armee, fand in einer Entfernung von 93 km vom mächtigen Rombon (2.208 m) bis zur Soča-Mündung im Golf von Triest statt. Die größten Gefechte in einer Gebirgsregion in der Geschichte der Menschheit waren gekennzeichnet durch 11 blutige Offensiven der italienischen Armee und die letzte 12. Isonzoschlacht, genannt das Wunder von Karfreit (Kobarid), in dem österreichisch-ungarische Soldaten mit Hilfe der deutschen Armee die Frontlinie zum Fluss Piavo schoben.

 

Jeder, der die Militärgeschichte genauer erforschen möchte, kann im Soča-Tal Orte und Gebiete besichtigen, in denen einst gewalttätige Gefechte stattfanden. Heftige Kämpfe in der Umgebung von Rombon, Bovec-Tal, Ravelnik, Krn-Gebirges und den Hügeln oberhalb des Tolmin-Beckens und Kobarid haben zahlreiche Festungen, Kavernen, Schützengräben, Nachlässe und Friedhöfe zurückgelassen, die heute den Weg des Friedens verbinden.

 

Es lacht ob dir der Himmelsdom, doch um dich Blei wie Hagelschauer

In einem der schönsten slowenischen Lieder Soči (An die Soča) verkündete Simon Gregorčič mehr als ein Jahrzehnt vor Beginn des Ersten Weltkrieges die blutigen Kämpfe an der Soča, obwohl er es nicht voraussehen konnte. Mit dem Eintritt Italiens in den Krieg wurden die Orte im Soča-Tal zu einem tödlichen Schlachtfeld.

 

Soči (An die Soča)

… „Es lacht ob dir der Himmelsdom,
doch um dich Blei wie Hagelschauer,
ein Regen Bluts, ein Tränenstrom,
und Schlachtendonner, Tod und Trauer.

Rot bist du dann von unserm Sterben
und Feindesblut wird dich verfärben.
Dann magst du, Soča, dich erinnern
an mein Gebet aus tiefstem Innern.“ ...

(Ausschitt, Lied von S. Gregorčič, Soči – An die Soča).